"Was können wir jetzt noch ändern? Und vielleicht wird ja alles gar nicht so schlimm." Dieser Haltung - geprägt von Resignation und Selbstbetrug - begegnet man in Gesprächen über die geplante Bundesstraße immer wieder. Die Bürgerinitiative gegen die Trasse Fulda-Meiningen möchte auf dieser Website ausführlich informieren, welche Folgen eine Transitstrecke mit den angestrebten Ausmaßen für Mensch und Natur nach sich ziehen würde. Und nicht zuletzt soll sie Mut machen, sich dem Widerstand gegen den Irrsinn anzuschließen.
Anlässlich der Stern-Radtour, welche der Landesverband der Grünen in Thüringen zu unserem kleinen BI-Sommerfest organisiert, besteht die Möglichkeit, T-Shirts mit Front- und Rückendruck zu bestellen (alle Größen). Während die Frontseite unser bekanntes Rhönschaf ziert, leuchtet am Rücken gelb der Button mit der durchgestrichenen B87n (siehe Abbildung). Statt 10 Euro wie die T-Shirts mit einfachem Druck nimmt die BI für diese Hemden Spenden in Höhe von 15 Euro entgegen.
Bestellungen bitte über die Email-Adresse der Homepage (siehe Kontakt) oder telefonisch unter 06682 - 919560.
Das Raumordnungsverfahren (ROV) für den B87n-Abschnitt "Ortsumgehung" Dörrensolz/Oberkatz ist eröffnet worden. Die Träger öffentlicher Belange (wie Naturschutz-Verbände) haben bis zum 6. August 2010 Zeit, Einwendungen an das Thüringer Landesverwaltungsamt zu richten, doch auch Anwohner und betroffene Bürger können von der Einwendungsmöglichkeit Gebrauch machen. Dies ist möglich per Mail an
gerald.jahn@tlvwa.thueringen.de,
oder an die Postadresse
Thüringisches Landesverwaltungsamt,
Herrn Gerald Jahn,
Weimarplatz 4,
99423 Weimar.
Bei Fragen oder für Informationen zu den Planungen und den Raumordnungsunterlagen können sich Interessierte ab dem 27. Juli an Tom Wey (BUND in Meiningen), Tel. 03693 / 42012 wenden oder an den Vorsitzenden des Vereins "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n", Reinhardt Kremer, Tel. 06657 / 1607.
Hier einige Zahlen aus den Raumordnungsunterlagen zu der Vorzugsvariante des Verwaltungsamtes:
Diese ist die Südvariante, also der Trassenverlauf ober halb der Dörfer Oberkatz (nördlich) und Dörrensolz (südlich). Für die Anwohner bedeutet dies, dass sämtliche Emissionen (Lärm und Abgase) in die Ortschaften getragen würden.
Dies ist ein wichtiger Termin zum Vormerken:
Am Samstag, 11. September, lädt der Landesverband von Bündnis 90 / Die Grünen Thüringen zu einer Protest-Radtour gegen die geplante B87n ein. Gestartet wird in Fulda, bzw. Meiningen, Treffpunkt ist Tann-Dippach (entweder das dortige Wirtefest oder das Sommerfest der Bürgerinitiative).
Für Nichtsportler wurden Elektrofahrräder reserviert.
Nähere Informationen folgen, sobald die Planungen weiter vorangeschritten sind.
Das Biosphärenreservat hat ein neues Modellprojekt gestartet, das dazu beitragen soll, die Rhöner Straßen vom Verkehr zu entlasten, Verbindungsmöglichkeiten über den öffentlichen Personennahverkehrs hinaus zu schaffen und die Umwelt und das Klima zu schützen. Auf der Homepage www.mitfahrzentrale-rhoen.de kann man sich einfach registrieren und Mitfahrgelegenheiten anbieten oder suchen.
Eine pfiffige Idee, sitzen doch die meisten Autofahrer allein in ihrem Fahrzeug und hätten Platz für Mitfahrer. Sie auch?
Geplante Brücke der B87n über das malerische Saaletal (Fotomontage: Kreisverwaltung Bad Kösen/Naumburg)
Die Bürgerinitiative "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n" steht nun - neben dem Austausch mit den Bürgerinitiativen bei Leipzig/Taucha - auch in Kontakt mit einer neuen Bürgerinitiative im Saaletal bei Bad Kösen/Naumburg, wo ebenfalls der Bau einer B87n als verharmlosende Ortsumgehung geplant wird.
Aus dem Vorstand reisten am Donnerstag, 24. Juni, Reinhardt Kremer und Klaus Schuhmacher ins von der Rhön etwa 180 Kilometer entfernte Bad Kösen, um an einer Veranstaltung der dortigen Bürgerinitiative teilzunehmen.
Nähere Informationen über das dortige Projekt, das die Theorie der geplanten Deutschland-Diagonalen erhärtet, finden Interessierte unter diesem Link der Mitteldeutschen Zeitung.
Auf zwei Hochzeiten gleichzeitig musste unser BI-Rhönschaf am Sonntag, 20. Juni, tanzen: Es war sowohl beim Straßenmalfest "Via Pictura", das vom Kultur- und Geschichtsverein Tann ausgerichtet wurde, dabei (siehe Foto), als auch in Meiningen beim Werrafest, wo die Bürgerinitiative mit einem Informationsstand vertreten war.
Die Resonanz auf seine Anwesenheit war bei beiden Veranstaltungen sehr gut, so dass das Rhönschaf sich schon auf seine nächsten öffentlichen Auftritte freut.
Die jüngste Vorstandssitzung fand am 10.06.2010 in Tann statt.
Eintragung ins Vereinsregister
Die Anschreiben ans Amtsgericht und das Finanzamt werden versandt.
Treffen Naturschutzverbände wegen Prozesskostenfonds
Statt einer Vereinsgründung soll ein Vertrag geschlossen werden. In diesem Jahr sollen noch 20.000,00 Euro eingestellt werden. Jeder Verband trägt 1.700,00 Euro. Das Konto wird bei uns als Treuhandkonto geführt. Die Aufgabenverteilung soll durch eine Steuerungsgruppe erfolgen.
Für Privatpersonen besteht die Möglichkeit sich gegen Prozesskosten zu versichern. Hierzu kann die Bürgerinitiative in Keulos uns beraten.
Kostenschätzung
a) Die Gesamtkosten werden sich nach Aussage eines Experten auf ca. 600 Mio Euro belaufen. Sobald belastbares Zahlenmaterial vorliegt, soll eine Presseerklärung abgegeben werden.
c) Die Grünen werden im thüringischen Landtag und im Bundestag eine detaillierte Anfrage stellen.
Naturschutzfachliche Dokumentation an neuralgischen Stellen
Die HGNO und die Jagd- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg wurden gebeten die Arbeit der BI durch die Dokumentation gefährdeter Arten zu unterstützen. Für Südthüringen im Bereich Oberkatz und für den Bereich der B19 sind auch keine Daten vorhanden.
Die Jagd- und Gebrauchshundevereinigung hat mittlerweile ihre Unterstützung zugesagt. Bei Bedarf kann eine Schulung durch eine sachkundige Person durchgeführt werden.
Werbefaltblatt
Die Endfassung ist erarbeitet worden. Der Druck wird demnächst beauftragt.
Weidberg
Michael-Serge Schindler hat mit der Bürgermeisterin einen Termin wegen der Problematik LKW-Tauglichkeit am Weidberg vereinbart. Bei Bedarf kann eine Information der Bürger angeboten werden.
Sommerfest in DippachDas Fest soll am Sonntag, 8.8.2010 stattfinden. Die Einzelheiten werden von Gösta Erhardt geplant.
WiderstandsbuchenEine Fläche direkt am Nüsterrasen steht nicht zur Verfügung. Es wurde aber eine Fläche bei Esbachgraben angeboten.
Sonstiges
Am 28.06.2010 kommt die Linksfraktion des hessischen Landtages in die Rhön. Der Bitte um Aufklärung zur B87n wird von uns nachgekommen.
Der nächste Termin für eine Vorstandssitzung ist entweder der 08.oder 15.07.2010.
Gez. Heil
Berlin - Angesichts der dringend nötigen Konsolidierung der
öffentlichen Haushalte hat der NABU jetzt eine Liste der
überzogensten Straßenbauprojekte Deutschlands präsentiert und den
Verzicht von zahlreichen Bauten gefordert. Allein die Streichung von 20
aus ökologischer und ökonomischer Sicht überflüssiger Projekte aus dem
Bundesverkehrswegeplan würde 14 Milliarden Euro einsparen. Die
Einsparungen helfen den knappen Kassen und gleichzeitig werden wichtige
Lebens- und Erholungsräume für Mensch und Tier gesichert sowie der immer
noch viel zu hohe Flächenverbrauch reduziert.
NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Die Bundesrepublik verfügt über eines der am besten erschlossenen und dichtesten Straßennetze der Welt. Dennoch listet der aktuelle Bundesverkehrswegeplan neue Vorhaben mit einer Gesamtlänge von 1.900 Kilometer auf, die in der Bevölkerung höchst umstritten sind, ein erhebliches Umweltrisiko in sich tragen und bei der aktuellen Haushaltslage absolut nicht finanzierbar sind. Um es klar zu sagen: Beim Straßenbau lebt Deutschland schon seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse."
Dies werde auch beim Anblick des teilweise maroden Bestandsnetzes
deutlich. Über Jahre zurückgestellte Investitionen für die Unterhaltung der Straßen haben ihre Spuren hinterlassen. Der harte Winter habe sein Übriges getan. Nach Schätzungen des NABU beträgt der über die Jahre allein bei kommunalen Straßen entstandene Investitionsrückstau für Sanierungen inzwischen über 150 Milliarden Euro. Mit neuen Großprojekten müsse deshalb nun endlich Schluss sein.
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Es wäre skandalös, wenn bei der Bildung gespart wird, aber die Republik weiter asphaltiert werden soll. Wir fordern Intelligenz statt Beton. In kaum einem Ressort kann der Bundesfinanzminister so sinnvoll sparen, wie im Verkehrsministerium. Als Sofortmaßnahme sollten 20 Straßenbauprojekte gestrichen werden, von denen die meisten selbst vom Verkehrsministerium mit einem ‚sehr hohen Umweltrisiko‘ eingestuft werden. Hier sind an oberster Stelle die
Autobahn A 14 in Mecklenburg-Vorpommern und die A20/A 22 in
Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu nennen." Die Projekte würden jeweils deutlich über eine Milliarde Euro kosten. Allein schon das künftig zu erwartende niedrige Verkehrsaufkommen rechtfertige eine Streichung.
Aber auch Bundesstraßen wie die als Hochmoselübergang bekannt gewordene B50n (165 Mio.) oder die Rhönquerung durch die B87n (225 Mio.), würden mit zusammen über 390 Millionen Euro nicht nur ein größeres Loch in den ohnehin belasteten Bundesetat reißen, sondern führen auch den enormen Eingriff neuer Straßen in die Landschaft und den Naturhaushalt vor Augen.
Erfreulich sei hingegen die kürzlich verkündete Botschaft des
hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch zum Stopp der weiteren Planung der Autobahn A 4. Der NABU, der von Anfang an gegen die Pläne gekämpft hatte, begrüßte die Entscheidung. Von Hessen müsse nun ein Signal an die Bundespolitik gehen: ein „weiter so" in der deutschen Verkehrspolitik darf es nicht geben.
Dass die Praxis an der A 4 und vielen anderen Straßenbauprojekten meist noch viel schlimmer aussieht, als die Entwürfe im Bundesverkehrswegeplan vermuten lassen, weiß Wulf Hahn, Verkehrsplaner und Verkehrsexperte des NABU-Hessen: „Für die nun vom Land Hessen aufgegebene Planung der A 4
durch das hessische und nordrheinwestfälische Rothaargebirge wären nach jüngsten Schätzungen der Bundestraßenbauverwaltung 1,8 Milliarden Euro Baukosten angefallen, während im Bundesverkehrswegeplan noch von 1,5 Milliarden Euro ausgegangen wurde. Innerhalb weniger Jahre hätte sich so eine Kostensteigerung von 20 Prozent ergeben."
Die Erfahrungen zeigten, dass die tatsächlichen Baukosten dann nochmals öher für den Steuerzahler ausfallen. Ein weiteres Autobahnprojekt, die A 49 von Kassel nach Gießen, die zwischen Neuental bei Borken und der A 5 noch nicht gebaut ist, sollte nach Angaben im Bundesverkehrswegeplan lediglich 335 Millionen Euro kosten, während aktuell von über 520 Millionen Euro ausgegangen wird - eine Steigerung von umgerechnet etwa 55 Prozent.
„Es ist an der Zeit, sich von der auf den Straßenbau fokussierten
Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte endgültig zu verabschieden.
Autobahnprojekte sind sehr teuer, werden wegen Planungsfehlern meist über Jahrzehnte beklagt und zerstören wertvollen Kultur- und
Naturraum, der in Deutschland sehr knapp geworden ist", so Tschimpke.
Ein Hintergrundpapier sowie die Liste der aus NABU-Sicht irrsinnigsten Straßenbauprojekte, ausgewählte Fotos der vom Straßenbau bedrohten Landschaftsräume und eine Karte mit dem Trassenverlauf der Straßen zufinden unter
Unnötige Straßenbauprojekte fressen 14 Milliarden Euro
In einer Pressemitteilung geht die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke auf die Parallelen der B87n gegenüber den eingestellten Planungen zum Ausbau der Strecke Olpe-Hattenbach ein.
Hier ein link zum Internet-Portal fuldainfo.
Auch in Osthessennews und in der Fuldaer Zeitung vom 26.5.2010 ist die Pressemitteilung veröffentlicht worden.
Stand 20.05.2010
Eintragung ins Vereinsregister
Da die beglaubigten Unterschriften der Vorstandsmitglieder noch nicht komplett vorliegen, konnte die Eintragung bislang nicht erfolgen.
Berichte aus den Arbeitsgruppen
AG Flora/Fauna: Es wurde angefangen, Material zusammenzutragen.
Reinhardt Kremer wird Kontakt mit der neu gegründeten Umweltschutzinitiative Noah (Poppenhausen) aufnehmen.
Mitglieder, die zur Mitarbeit bereit sind, werden nochmals gebeten, sich mit dem Vorstand in Verbindung zu setzen
Bericht über sonstige Aktivitäten
Eventuell sollten Regionalkonferenzen etabliert werden. Der Termin soll im Herbst nach den Sommerferien liegen. Ziel ist die Aktivierung von Fachleuten für z.B. Fledermäuse, Vögel usw.
Werbe-Faltblatt
Für verschieden Zielgruppen müssen unterschiedliche Ansätze gewählt werden. Der Text des Flyers wird demnächst veröffentlicht.
L3379 Künzell-Dirlos-Keulos-Petersberg-Horwieden
Die Bauleitplanung von Petersberg bis Horwieden läuft. Neben der geplanten Strecke befindet sich ein Kiebitzrastplatz.
Tagung der Biosphärenreservate
Die Tagung fand in Zella statt. Dem Biosphärenreservat Rhön wurde von dem künftigen Verantwortlichen für das Programm "Men and Biosphere" als "Hausaufgabe" aufgegeben, die Probleme "Kernzonendefizit" und "B87N" zu bearbeiten.
Prozesskostenfonds
Der Termin ist ausgefallen. Der neue Termin ist am 2.06.2010
Werrafest Meiningen
Der BUND richtet im Rahmen des Meininger Stadtfestes am 20.06.2010 das Werrafest aus. Die BI wird einen Stand errichten. Mitglieder der BI, die Interesse haben, die Arbeit am Stand wahrzunehmen, sollen sich bei Reinhardt Kremer melden.
Sommerfest im August
Die Jugend des BUND veranstaltet im Sommer Radtouren. Ein Schwerpunkt der Radtouren wird das "Grüne Band" sein. Die BI beabsichtigt, das geplante Sommerfest in Dippach damit zu verbinden..
Weidberg
Die Bürgermeisterin von Unterweid hat eine Unterschriftenkampagne zum Ausbau der Straße am Weidberg angekündigt. Die Planfeststellung erfolgte bereits am 06.01.2005. Die Steigung verbleibt im Durchschnitt bei 11%, die Straßenbreite soll 5,50 Meter betragen. Die Planfeststellungsunterlagen lassen auf einen landschaftsangepassten moderaten Ausbau schließen, problematisch ist jedoch die Vorgabe, dass der Schwerverkehr problemlos passieren können soll.
Pflanzung von Widerstandsbäumen
Als öffentlichkeitswirksame Aktion sollen "Widerstandsbäume" gepflanzt werden. Gedacht ist als erstes an eine Blutbuche, wenn möglich im Bereich Nüsterrasen.
Gezeichnet
Heil
Die erste Vorstandssitzung des Vereins "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n" findet am Sonntag, 28. März, um 14 Uhr in der Gaststätte des Campingplatzes in Dippach statt.
Vorsitzender Reinhardt Kremer lädt dazu ein und schlägt folgende Tagesordnung vor:
1. Allgemeines
2. Protokoll der Mitgliederversammlung am 26.2.10 in Dippach
3. Gemeinnützig oder nicht gemeinnützig? Neueste Informationen und Überlegungen
4. Bericht von der Zusammenkunft mit den Naturschutzverbänden am 2.3.10 in Fulda
5. Zusammenarbeit mit der David-Stiftung - Bericht von Tom Wey
6. Werbefaltblatt
7. AG Wasser
8. AG Lärm- und Schadstoff-Emissionen
9. Organisation der Informationswege
a) Vereinsmitglieder
b) an sonstige Interesierte
c) an die Öffentlichkeit
d) an den Rhönklub
10. Info-Veranstaltungen
11. Brief(e) an MdBs wegen der Kosten
12. Sonstiges
Wenn Sie Mitglied des Vereins "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B 87n" werden möchten, können Sie hier einen vorläufigen Mitgliedsantrag herunterladen, ausfüllen und an uns faxen oder per Post schicken.
Unser Vorstand: Gösta Ehrhardt, Andreas Bach, Reinhardt Kremer, Michael Schindler, Stefan Heil und Klaus Schuhmacher (von links nach rechts). Es fehlt Jugendsprecherin Anna-Lena Peh, die sich für dieses Foto von unserem Rhönschaf vertreten ließ ;-).
Vereinsgründung verpasst? Hier gibt es eine Zusammenfassung über den Ablauf des Abends:
„Wir haben die Befürchtung, dass im Vorgehen gegen die geplante B 87 neu der Gerichtsweg beschritten werden muss", sagte Reinhardt Kremer bei der konstituierenden Sitzung des Vereins „Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87". Diese fand unter Mitwirkung von 75 anwesenden Gründungsmitgliedern am Freitag, 26. Februar, in der Gaststätte des Campingplatzes „Ulstertal" im Tanner Stadtteil Dippach statt - in 170 Meter Entfernung zu dem geplanten Trassenverlauf, wie Kremer anmerkte.
Der Zusammenschluss der bisherigen Bürgerinitiativen zu einem eingetragenen Verein zielt darauf ab, die Kräfte in Hessen und Thüringen zu bündeln und auch als juristische Person auftreten zu können. Versammlungsleiter Reinhardt Kremer listete die Grundsätze der vereinten Bürgerinitiative (BI) auf:
Es gehe um eine Verhinderung des Baus dieser Bundesstraße zwischen Fulda und Meiningen, die ihrer Art nach für den Durchgangsverkehr - insbesondere dem transeuropäischen Fernlastverkehr - angelegt sei.
Als Alternativen sieht die BI die Erhaltung der Rhön als Biosphärenreservat, als Schutzgebiet für seltene Pflanzen und Tiere und gesunden Lebensraum der Rhöner.
„Zur Lösung des von vielen als belastend empfundenen Pendlerverkehrs fordern wir einen grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr, verstärkte Förderung von Mitfahrgelegenheiten für Berufspendler und verstärkte Anstrengungen, um Arbeitsplätze in die Hohe Rhön zurückzubringen", formulierte Kremer.
Zu den weiteren Forderungen der BI gehört der behutsame, landschaftsangepasste Bau von Ortsumgehungen auf Basis der vorhandenen Landesstraßen.
Vorstandswahlen
Nach Verabschiedung der Vereinssatzung (vielen Dank an die Mitglieder, die eifrig daran feilten!), wurde ein siebenköpfiger Vorstand gewählt, an dessen Spitze der Kleinsassener Reinhardt Kremer steht. Stellvertreter ist Michael Schindler (Oberweid), Kassenwart Andreas Bach (Kaltensundheim), Schriftführer Stefan Heil (Petersberg-Steinau). Als Beisitzer fungieren Jugendsprecherin Anna-Lena Peh (Fulda), Klaus Schuhmacher (Tann) und Gösta Ehrhardt (Interessenvertreter des Campingplatzes in Dippach).
Fridtjof Erbs von BI in Sachsen zu Gast
Als Ehrengast begrüßte Reinhardt Kremer einen Vertreter der Bürgerinitiative „Alternative B87" e.V.. Fridtjof Erbs aus Taucha berichtete, wie seine Bürgerinitiative gegen Pläne des Neubaus einer vierspurigen Verbindung zwischen Leipzig und Torgau - ebenfalls mit der Bezeichnung B87n - kämpfe. „Wir freuen uns, dass wir auch in der Rhön Mitstreiter haben. Zwar geht es um einen anderen Abschnitt, aber doch um das gleiche Projekt", sagte der Sachse. Denn mit dem Bau der B 87n gäbe es (bis auf eine Lücke zwischen Meiningen und Ilmenau, wo die A71 verläuft) - eine durchgängige B87 mit Anschluss an die A66. Die B87n (Leipzig-Torgau) gilt im Rahmen des LeiLa-Konzepts (Leipzig-Lausitz) als wichtige West-Ost-Straßenverbindung zwischen dem mitteldeutschen Ballungsraum und dem südlichen Brandenburg sowie weiter nach Polen.
Informationen zum Planungsstand
Tom Wey vom BUND Kreisverband Schmalkaden-Meiningen gab einen Überblick über den derzeitigen Planungsstand. Er kritisierte die „Salamitaktik", nach welcher die Planer die 70 Kilometer lange Strecke in verschiedene Planungsabschnitte zerhackt hätten. Auf diese Weise entfielen teilweise Raumordnungsverfahren und damit Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange.
Im Planungsabschnitt der Hochrhönquerung seien die beiden Raumordnungsverfahren in Thüringen und Hessen im Frühjahr 2009 abgeschlossen worden. Man warte nun auf die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, in dessen Verlauf die Träger öffentlicher Belange, aber auch Privatpersonen (wie Anlieger und Grundstückseigentümer) Stellung beziehen könnten. Nur wer im Planfeststellungsverfahren eine Stellungnahme abgegeben habe, habe nach dem Planfeststellungsbeschluss, der einen Rechtsakt darstelle, Klagerecht.
Für das Verfassen der Stellungnahmen bot Reinhardt Kremer die Unterstützung des Vereins an, der dafür bereits Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufgenommen habe und mit dem Aktionsbündnis der Naturschutzverbände an der Gründung eines Rechtshilfefonds arbeite.
Nach der Konstituierung des Vereins interessierten sich weitere Zuhörer für eine Mitgliedschaft, so dass am Ende des Abends nach Angaben von Andreas Bach mit im Vorfeld eingegangenen Anmeldungen insgesamt 160 ausgefüllte Mitgliedsanträge vorlagen. Wer ebenfalls den Protest gegen die B87n unterstützen möchte, kann das Anmeldeformular auf dieser Seite herunterladen.
Mitglied kann jede natürliche Person ab einem Alter von 12 Jahren werden sowie auch eine juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts (ausgenommen Parteien).
Dazu Reinhardt Kremer in einem Interview mit dem Freien Wort:
"Wir wollen die Rhöntrasse nicht verschönern, sondern sie verhindern"
Ein fünfminütiger Filmbeitrag über die Vereinsgründung der Bürgerinitiativen gegen die B87n wurde am Freitag, 26. 2., um 19.30 Uhr in der Hessenschau im Dritten Programm gezeigt. Das Foto entstand während der Dreharbeiten. Der Filmbeitrag kann im Video-Archiv der Hessenschau unter www.hr-online.de unter dem entsprechenden Datum aufgerufen und angeschaut werden.
http://fulda-meiningen.de/_mp3/UmweltRhoen.mp3
Im Dezember 2007 und Januar/Februar 2008 lief auf verschiedenen Radiosendern (z.B. HR Info und DLF) ein Radiobericht über die geplante B 87n. In diesem kamen unter anderem Thomas Wey (BUND) und die Bürgerinitiative "Keine Trasse Fulda-Meiningen" zu Wort.
Wir danken dem Autoren und Rundfunkjournalisten Johannes Kaiser, dass er der Bürgerinitiative den sechsminütigen Bericht für die Veröffentlichung auf dieser Homepage zur Verfügung gestellt hat.
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