"Was können wir jetzt noch ändern? Und vielleicht wird ja alles gar nicht so schlimm." Dieser Haltung - geprägt von Resignation und Selbstbetrug - begegnet man in Gesprächen über die geplante Bundesstraße immer wieder. Die Bürgerinitiative gegen die Trasse Fulda-Meiningen möchte auf dieser Website ausführlich informieren, welche Folgen eine Transitstrecke mit den angestrebten Ausmaßen für Mensch und Natur nach sich ziehen würde. Und nicht zuletzt soll sie Mut machen, sich dem Widerstand gegen den Irrsinn anzuschließen.
Pro und Kontra B87n am 08.03.2012 in Unterweid
Seit dem 13.10.2011 liegt dem Petitionsausschuss des Bundestages eine Petition vor, mit der der sofortige Stopp aller laufenden Straßenneubauprojekte und deren kritische Überprüfung gefordert werden. Nur dort, wo tatsächlich langfristig ein Mehrbedarf besteht, sollen Straßen noch aus- oder neugebaut werden. Mit dem eingesparten Geld sollen kaputte Straßen und Brücken saniert werden.
Die Petition ist ab jetzt bis zum 20. Dezember 2011 als öffentliche Online-Petition zur Mitunterzeichnung freigegeben. Sie muss in dieser Frist 50.000 Unterschriften erhalten. Ab dieser Anzahl muss sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit dem Anliegen beschäftigen.
Ausführliche Informationen sind auf folgender Homepage: http:/www.straßenbaumoratorium.de einzusehen.
Wir möchten Sie/Euch bitten, dieses Anliegen zu unterstützen. Dies kann auf folgende Art und Weise geschehen:
1.) Die Petition mitzuzeichnen unter folgendem Link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=20526
2.) An strassenpetition@freenet.de eine E-mail zu senden, um als Organisation oder Privatperson als Unterstützer auf der Homepage genannt zu werden.
3.) Weitere Menschen und Organisationen zu kontaktieren mit der Bitte, die Petition zu unterstützen.
Unter der Rubrik Downloads können in Kürze Unterschriftenlisten ausgedruckt werden, die dann ausgefüllt auf dem Postweg an den Deutschen Bundestag, Sekretariat des Petitionsausschusses, Platz der Republik 1, 11011 Berlin gesendet werden können.
Gegen die geplante Zerstörung der Natur und Landschaft der RHÖN durch die autobahnartige Schnellstrasse B 8 7 n Fulda – Meiningen
demonstrierte unsere BI am 10. Oktober 2011
vor der M U L T I H A L L E M E I N I N G E N
(nahe beim Landratsamt im nördlichen Stadtteil Welkershausen).
Anlass: Minister Christian Carius stellte seinen Landesentwicklungsplan [LEP] 2025 vor. Dieser soll Grundlage werden für alle Planungen und Investitionsentscheidungen in Thüringen bis zum Jahr 2025. Der LEP 2025 kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden unter www.tmblv.de .
Unsere Stellungnahme dazu finden Sie unter der Rubrik Aktivitäten auf dieser Homepage.
Im Verlauf der Diskussion mit den BI-Mitgliedern lud der Verkehrsminister nach Erfurt zu einem Gespräch ein. Er betonte, dass die Planungen zur B87n frühestens in zehn Jahren abgeschlossen sein würden.
An alle Mitglieder
betr.: Alternativen zur B 87 n
Guten Tag,
in einer Reihe von Gesprächen und bei der letzten Mitgliederversammlung wurde deutlich, dass nicht wenige Mitglieder und andere Rhöner sich Gedanken gemacht haben, wie man die verschiedenen Verkehre in der Rhön so lösen könnte, dass (fast) allen Belangen Genüge getan werden kann ohne die grauselige B 87 n als Magnet für internationalen Schwerlastverkehr.
Daher wird die Bürgerinitative in einem ganztägigen Workshop
am Sonntag, 06. November 2011 von 10 – ca. 16/17 Uhr in der Gaststätte des Campingplatzes Dippach die unterschiedlichen Vorstellungen sammeln und sichten und möglichst zu einer gemeinsamen Position verdichten. Alle Mitglieder sind gebeten, sich mit Vorschlägen und an einer Diskussion zu beteiligen. Um die Arbeit zeitsparend zu strukturieren , bitten wir alle Mitglieder ihre Vorstellungen und Vorschläge nach möglichkeit in Stichworten zu skizzieren oder formulieren und vorab bis zum 03. Oktober 2011
an mich zu schicken, damit der Vorstand am 07. Oktober schon mal vorarbeiten kann.
Wir freuen uns auf interessante Vorschläge und ein gutes Feedback.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhardt Kremer
(Vorsitzender)
Hier ein Foto des kompletten Vorstands während der JHV am 2. September.
Zwar war es die erste Generalversammlung, zu der die Bürgerinitiative „Rettet die Rhön! Alternativen zur B87n" seit Eintragung ins Vereinsregister in die Gaststätte des Campingplatzes in Dippach geladen hatte. Dass Vorsitzender Reinhardt Kremer die Wendershäuserin Frau Lauschmann als Ehrengast besonders begrüßte, zeigt jedoch, dass das Thema B87n bereits seit etlichen Jahren schwelt. Denn deren mittlerweile verstorbener Mann Wolfgang Lauschmann war es gewesen, der 2003 zusammen mit zwei Mitstreitern den Grundstein für die heutige Bürgerinitiative gelegt hatte.
Diese arbeitet nun länderübergreifend und der siebenköpfige Vorstand setzt sich aus Mitgliedern aus Hessen und Thüringen zusammen. Viel Raum nahm der kurzweilig vorgetragene Bericht des Vorsitzenden zu den Aktivitäten ein: Zwei Info-Veranstaltungen für Bürger haben in diesem Jahr stattgefunden. Diese sollten beibehalten werden, „um die Verharmlosungen der Befürworter mittels der tatsächlichen Fakten zu relativieren", so Kremer und „weil wir dadurch auch selbst immer wieder in den Besitz interessanter Informationen von Ortskundigen gelangen."
Neben der Pflanzung des ersten Widerstandsbaums listete Kremer zwei Demonstrationen auf, die von guter Resonanz begleitet gewesen seien: die eine galt dem Umweltausschuss des hessischen Landtags während dessen Sitzung auf der Wasserkuppe, die andere fand jüngst in Gersfeld anlässlich des 20jährigen Bestehens des Biosphärenreservates Rhön statt.
Von einem gemeinsamen Treffen von knapp zehn thüringischen Straßen-BIs in Eisenach zum Erfahrungsaustausch berichtete Andreas Bach: „Wir sind die einzigen, die sich nicht nur einen Spot, sondern eine 60-Kilometer lange Trasse als Aufgabengebiet erkoren haben", so der Kassierer.
Die Neuformierung des Rhönklub-Vorstandes solle genutzt werden, um weiterhin den Dialog mit Vorstand und Mitgliedern zu suchen. Reinhardt Kremer betonte, dass alles Geld, das zur Zeit eingenommen werde, zu hundert Prozent in den gemeinsamen Prozesskostenfonds fließe, den die BI gerade gemeinsam mit fünf Naturschutzverbänden gründet.
Der Vorstand appellierte an die Mitglieder, „wieder wie vor der Vereinsgründung auf breiter Basis selbst aktiv zu werden statt die Initiative dem Vorstand zu überlassen." Aus diesem Grund schlug Beisitzerin Katharina Peh regelmäßige nichtformelle Mitgliedertreffen vor. Das nächste soll am Donnerstag, 1. Dezember, in Tann stattfinden. Dann wird auch die unterbrochene formelle Jahreshauptversammlung mit der Entlastung des Vorstandes fortgesetzt. Als Kassenprüfer wurden Paul Braun und Andreas Rauch gewählt, als Vertreter Tom Wey und Rolf Glitzenhirn.
Da zunehmend Alternativlösungen zur B 87n lanciert werden, schlägt der Vorstand vor, dass alle interessierten Mitglieder Alternativideen einreichen. Ihre Vorschläge richten Sie bitte bis zum 03.10.2011 an den Vorsitzenden (info@pfunds-museum.de). Am Sonntag, 06.11.2011, wird in Dippach anhand der Vorschläge unter Einbeziehung der Fachverbände ein Gesamtkonzept erarbeitet.
Am Wochenende feierte das Biosphärenreservat in Gersfeld länderübergreifend sein 20jähriges Bestehen. Am Samstag, 27. August, fand aus diesem Anlass ein „Markt der Rhöner Ideen" statt, an dem sich die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n" mit einem Infostand beteiligen wollte. Da dieser Wunsch abgelehnt wurde, demonstrierte der Verein am Samstag (sowie am Freitagvormittag anlässlich der Regionalkonferenz) stattdessen vor dem Gelände der Stadthalle und verteilte Informationsmaterial. Der Aufmerksmkeitswert war dabei sicherlich höher als er mit einem Infostand gewesen wäre, wie ein Bericht in der Hessenschau und im Meininger Tageblatt zeigen. Nur die Fuldaer Zeitung versucht offensichtlich, das Thema totzuschweigen und erwähnte die Demonstration mit keiner Silbe, genauso wie sie auch die Pressemitteilung zu dem IHK- und Ministertreffen geflissentlich ignorierte. Schade, denn in einer ausgewogenen Berichterstattung sollten beide Seiten zu Wort kommen.
Unsere Meinung zum Jubiläum des Biosphärenreservats:
Die Forderung des UNESCO-Programms „Man and Biosphere", dass Biosphärenreservate Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung darstellen sollen, bezieht die BI genauso auf die Verkehrspolitik. Mit der B87n dagegen würde eine nachhaltige Zerstörung betrieben.
Fulda/Rhön (22.8.2011) Nachdem am Freitag, 19. August, Verkehrsminister aus Hessen und Thüringen, Kommunalpolitiker und IHK-Vertreter im Fuldaer Stadtschloss ihren Willen zur B87n bekundet haben, bekräftigt die Bürgerinitiative „Rettet die Rhön! Alternativen zur B87n“ in einer Pressemitteilung ihre kritische Haltung gegenüber dem geplanten Bauprojekt und kritisiert die Ablehnung des Mediationsverfahrens.
„In dem Mediationsverfahren wären die jeweiligen Argumente auf ihre Stichhaltigkeit geprüft worden und auch die Alternativen, die sowohl weniger Landschaft und Natur zerstören als auch die Menschen und die öffentlichen Kassen weniger belasten würden, hätten in Betracht gezogen werden müssen“, sagt Vereinsvorsitzender Reinhardt Kremer. „Offensichtlich haben die Befürworter davor Angst.“
Denn laut Bildunterschrift des Artikels in der Fuldaer Zeitung vom Samstag (Seite 9) äußerte Thüringens Verkehrsminister Christian Carius Verständnis für Anwohner, an deren Häusern täglich bis zu 20 000 Fahrzeuge vorbeifahren. „Nur: Solche Orte gibt es zwischen Fulda und Meiningen gar nicht“, korrigiert die BI und nennt als Beispiele amtliche Zahlen aus der Verkehrszählung von 2004, nach denen bei Horwieden 9800 Fahrzeuge täglich ermittelt wurden, bei Melkers/Walldorf 8900 und im Bereich der Landesgrenze bei Unterweid gar nur 1700. „20 000 Fahrzeuge und mehr sollen es mit diesem Großprojekt erst werden.“
„Die IHK-Vertreter tun, als ob das Wohl und Wehe der Region von dieser Straße abhingen“, kritisiert Kremer. „Aber im Bundesverkehrswegeplan von 2003 werden an positiven regionalwirtschaftlichen Effekten gerade mal 127 000 Euro im Jahr erwartet, und zwar für Fulda, den Fuldaer Speckgürtel, die Rhön und Meiningen/Südthüringen zusammen. „Wie viele Arbeitsplätze mag das geben?“, fragt die BI.
Landrat Ralf Luther spricht von einer Zustimmung von etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Zwei Internet-Umfragen des Meininger Tageblattes jedoch erbrachten ein anderes Ergebnis: im Dezember 2004 lehnten 59 Prozent die Trasse ab und im November 2008 antworteten auf die Frage „Brauchen wir die B87n“ 65,1 Prozent mit „Nein, es reichen Ortsumgehungen.“
Dass der Bau von Schnellstraßen zu wirtschaftlicher Prosperität führt, sei bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts so gewesen. Doch die zahlreichen brachliegenden Gewerbegebiete an alten und neuen Autobahnen bewiesen, dass eine Trendwende stattgefunden habe. Riesige Flächen würden der Erzeugung von Lebensmitteln entzogen, für eine gewerbliche Nutzung gebe es aber offensichtlich keinen Bedarf. „Warum sollte das ausgerechnet in der Rhön anders sein?“, so Kremer. Der Erwerbszweig des Tourismus baue auf der Naturnähe und Ruhe der Rhön auf. Da kann eine Fernverkehrsstraße nach Meinung der BI nur kräftig schädigen.
Sie weist darauf hin, dass für die vielen Millionen Euro, die bisher allein für die Planung von den beiden Ländern ausgegeben worden sind, die wirklich nötigen Maßnahmen zur Entlastung der Anwohner längst finanziert, gebaut und in Betrieb wären. Für eine Entschärfung des Weidbergs beispielsweise liegt seit 2004 eine rechtsgültige Planfeststellung vor, deren Umsetzung zulasten der Pendler auf Eis gelegt ist.
Hiermit laden wir alle Mitglieder zur satzungsgemäßen Mitgliederversammlung am Freitag, 2. September 2011, um 19:00 Uhr in die Gaststätte des Campingplatzes in Dippach ein.
Ab 16:00 Uhr ist, wer Lust und Laune hat, zu Kaffee und Kuchen mit Plaudern und Informationsaustausch eingeladen. Bringt jemand einen Kuchen mit?
Am 4. September wird im Landkreis Fulda ein neuer Landrat gewählt. Der Kandidat der SPD, Jonathan Wulff, hat im Gespräch mit Vertretern der BI seine Unterstützung zugesagt und sich für Ortsumgehungen anstelle der derzeitigen Planungen ausgesprochen. Damit vertritt er die gleiche Position wie der Kandidat der Grünen, Helmut Schönberger. Am Dienstag, 9. August, findet ein Gespräch mit dem Amtsinhaber Bernd Woide statt.
Einen Bericht dazu hat die Fuldaer Zeitung am 28. Juli veröffentlicht. Online ist er noch nachzulesen.
Ein Thema während der Kreistagssitzung am Montag, 8. August, sollte eigentlich auch das Thema B87n behandeln: Punkt 15 der Tagesordnung unter den Anträgen lautete "Antrag der SPD-Fraktion vom 15. Juli 2011: Mediationsverfahren für die B87n". Doch die Sitzung war zuvor abgebrochen worden. Mittlerweile hat der hessische Verkehrsminister Dieter Posch während eines Treffens von IHK- und politischen Vertretern im Fuldaer Stadtschloss am 19. August einem Mediationsverfahren für die B87n eine Absage erteilt.
Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön hat in seiner Mitgliederversammlung am 05.05.2011 beschlossen, beim Hessischen Wirtschaftsminister ein Mediationsverfahren zur B 87n zu beantragen, um damit eine umfangreichere Bürgerbeteiligung einzuleiten.
Diese Karikatur in der Fuldaer Zeitung vom 3. Juni hat uns so gut gefallen, dass wir den Zeichner Herrn Kafka gebeten haben, sie auf der Homepage veröffentlichen zu dürfen.
Vielen Dank, Herr Kafka, für die Erlaubnis dazu und für die Sichtweise, auch Negativem noch positive Aspekte abgewinnen zu können. Eine etwas ältere Leserin kommentierte: "Ich habe Tränen gelacht."
Um die Mitglieder des Umweltausschusses des hessischen Landtags auf die umstrittene geplante B87n aufmerksam zu machen, haben zehn Mitglieder der (BI) Bürgerinitiative „Rettet die Rhön! Alternativen zur B87n“ e.V. am Donnerstag, 26. Mai, vor dem Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe mit Transparenten gegen die Planungen einer Transitstrecke mitten durch das Biosphärenreservat Rhön demonstriert.
In der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön fand eine ganztägige Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz statt. „Der Landverbrauch für die B87n (Fulda-Meiningen) ist enorm, unsere Landschaft würde verschandelt und verlärmt, die Luft verschmutzt“, warnt Vereinsvorsitzender Reinhardt Kremer in einer Pressemitteilung. Der Bau dieser Transitstrecke, die – fertiggestellt von Frankfurt/Oder (polnische Grenze) bis Frankfurt/Main (über A66) verliefe – ginge auf Kosten der Umwelt und der Menschen. Die Umwelt wäre betroffen durch massive Naturzerstörungen und durch die Förderung des Warentransports über Straßen statt über Schienen, die Landwirtschaft wegen des Verlusts fruchtbarer Böden.
Im Falle des Baus der B87n befürchtet die BI einen erheblichen Imageschaden für das Biosphärenreservat, in dem ja eigentlich die Vereinbarkeit von Natur und Mensch gelebt werden solle. „Mit dem Ziel, den Lebensraum zu nutzen, ohne ihn zu zerstören, lässt sich die geplante B87n nicht vereinbaren“, sagt Kremer.
In einem an die Ausschussmitglieder verteilten Brief bat die BI um ein Gespräch und wünschte, dass sich der Umweltausschuss des Landtags beteiligt an der Suche nach Alternativen, die dem Biosphärenreservatsgedanken gerecht werden und die Anwohnern und Pendlern nützen, ohne zusätzlichen Transitverkehr in die Rhön zu locken.
Das Thema Biosphärenreservat stand auch auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung: in Form einer Präsentation, Diskussion und Exkursion.
Die jüngsten Info-Veranstaltungen der Bürgerininitiative fanden am Donnerstag, 17. März, in der Gaststätte "Zur guten Quelle" in Kaltensundheim und am Freitag, 6. Mai, in Stepfershausen in der Gaststätte Zur Linde statt.
Mitglieder der Thüringer Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besuchten am Freitag, 11. Februar, einen Infostand der BI "Rettet die Rhön! Alternativen zur B87n" auf dem Meininger Marktplatz. Klaus Schuhmacher (zweiter von rechts) und Andreas Bach von der BI freuten sich über die Unterstützung. Mit einer symbolischen Schere und einer Landkarte in der Hand warnten die Politiker vor den einschneidenen Folgen des Verkehrsprojekts. "Die Trasse verschandelt die Landschaft und zerschneidet eine der schönsten Naturgebiete in der Region", sagte die Landtagsabgeordnete Jennifer Schubert (r.), deren Wahlkreisbüro sich in Meiningen befindet. Aus Sicht der Fraktion ist die beabsichtige Bundesstraße ökonomisch nicht sinnvoll und ökologisch nicht vertretbar. Dadurch werde vor allem Schwerlastverkehr in die Rhön gezogen. Die Gelder sollten besser für die wirtschaftliche Entwicklung der Rhön und die Reparatur der vorhandenen Straßen eingesetzt werden.
siehe auch: http://www.fwmeiningertageblatt.de/nachrichten/meiningen/meiningen_aus_hup/art5046,1302147
Einige Tage zuvor hatte sich die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig mit Thüringer Landtagsabgeordneten und osthessischen Politikern der Partei Die Linke bei dem Oberkatzer Bürgermeister und Bürgern des Thüringer Rhönortes über die geplante Trasse informiert. Anschließend trafen sich die Abgeordneten zum Gespräch mit Vertretern unseres Vereins zum Meinungsaustausch.
Mit der Aufnahme unseres Vereins Ende des Jahres 2010 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Meiningen sowie der Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch die Finanzbehörden geht auch eine neue Bankverbindung einher:
"Rettet die Rhön!- Alternativen zur B87n"
Kto.Nr.: 1706067280
BLZ: 840 500 00
Rhön-Rennsteig-Sparkasse
Außerdem gibt es aktualisierte Mitgliedsanträge unter Downloads. Spendenquittungen für das Finanzamt stellt unser Kassenwart gerne aus.
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, dann würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen\", mit diesem Luther zugeschriebenen Wort endete Pfarrer Johann Rüppel seine Andacht anlässlich der Pflanzung keines Apfel-, aber eines Ahornbaumes, womit die Bürgerinitiative „Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n\" am 20. November gemeinsam mit dem NABU gegen den geplanten Bau einer Bundesfernstraße durchs Biosphärenreservat Rhön von Fulda nach Meiningen protestierte.
Als Zeichen der Bewahrung der Schöpfung und als Zeichen dafür, „dass Bäume für unser Klima wichtiger sind als eine große Straße" charakterisierte Rüppel die Aktion.
Den Rhöner Bergahorn gesponsert hat der NABU-Kreisverband Fulda. Dessen Vorsitzender Volker Strauch kritisierte, es werde etwas geplant, das nicht zukunftsfähig sei: Eine Verkehrstraße quer durch die Rhön solle Autobahnen verbinden, in einem Land, das bereits das dichteste Autobahnnetz Europas hat.
Während Windkraft in der Rhön von Verantwortlichen angeblich zum Schutz des Landschaftsbildes abgelehnt werde, würden Gewerbeparks und Straßen, die vom Bund bezahlt werden, als wünschenswert verkauft.
„Wir werden uns diese Landschaft nicht auch noch zerstören lassen. Wir stellen uns - mit diesem Baum - dem entgegen, für einen nachhaltigen Fortschritt!", endete er.
Reinhardt Kremer, der Vorsitzende der Bürgerinitiative, beschrieb anschaulich, wie die Landschaft durch den Bau der B87n unwiderruflich zerstört würde. Am Nüsterrasen beispielsweise, wo der Baum mit freundlicher Unterstützung der Gartenbaufirma Kopf aus Wüstensachsen gepflanzt worden ist, würde ein 80 bis 100 Meter breiter und 20 Meter tiefer Einschnitt den Weiler teilen.
Weitere Fotos von der Aktion finden Sie hier.
Als Zeichen des Widerstandes gegen den Bau der Bundesfernstraße 87n lädt die Bürgerinitiative „Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n" gemeinsam mit der NABU-Ortsgruppe Tann am Samstag, 20 November, um 14 Uhr zum Pflanzen eines Rhöner Bergahorns an den Nüsterrasen ein. Dass der Neugepflanzte - dessen Art sich als widerstandsfähig gegenüber dem rauen Rhöner Klima erwiesen hat - solch ein prächtiger Baum werden möge wie das Naturdenkmal Kugelbaum zwischen Wendershausen und Lahrbach auf diesem Foto, hoffen die Mitglieder der Bürgerinitiative und des NABU. Am Nüsterrasen ist für die B87n ein 80 bis 100 Meter breiter und 20 Meter tiefer Einschnitt geplant. Auch der Kugelbaum würde bei Umsetzung der Planungen direkt an einem tiefen Geländeeinschnitt liegen und damit für Spaziergänger aus Richtung Wendershausen und Dippach nicht mehr zu erreichen sein.
Vorsitzender Reinhardt Kremer wird vor der Pflanzaktion über den Stand der Planungen zur B87n (Fulda-Meiningen) berichten und Pfarrer Johann Rüppel eine Andacht zu Bäumen als Zeichen der Hoffnung halten. Auch NABU-Kreisvorsitzender Volker Strauch hat seine Teilnahme zugesagt. Der Bergahorn am Nüsterrasen wird der erste Widerstandsbaum sein. Für weitere haben sich bereits Sponsoren gemeldet. Foto: Harald Both
Bilder von der Radtour und vom Sommerfest
Nächstes Treffen
Das nächste Treffen für Mitglieder und Interessierte findet am Donnerstag, 4. November, um 19 Uhr in der Gemeindeverwaltung in Oberkatz, am Marktplatz 11, statt. Der Vorstand lädt herzlich dazu ein, Fragen und Anregungen zu äußern.
Außerdem wird über den aktuellen Planungsstand sowie über geplante Aktionen wie beispielsweise die Pflanzung eines Widerstandsbaumes informiert.
Anlässlich der Stern-Radtour, welche der Landesverband der Grünen in Thüringen zu unserem kleinen BI-Sommerfest organisierte, bestand die Möglichkeit, T-Shirts mit Front- und Rückendruck zu bestellen (alle Größen). Während die Frontseite unser bekanntes Rhönschaf ziert, leuchtet am Rücken gelb der Button mit der durchgestrichenen B87n (siehe Abbildung). Statt 10 Euro wie die T-Shirts mit einfachem Druck nimmt die BI für diese Hemden Spenden in Höhe von 15 Euro entgegen.
Weil sie auf viel Gefallen gestoßen sind, wird es diese doppelt bedruckten T-.Shirts auch weiterhin zu bestellen geben.
Bestellungen bitte über die Email-Adresse der Homepage (siehe Kontakt).
Das Biosphärenreservat hat ein neues Modellprojekt gestartet, das dazu beitragen soll, die Rhöner Straßen vom Verkehr zu entlasten, Verbindungsmöglichkeiten über den öffentlichen Personennahverkehrs hinaus zu schaffen und die Umwelt und das Klima zu schützen. Auf der Homepage www.mitfahrzentrale-rhoen.de kann man sich einfach registrieren und Mitfahrgelegenheiten anbieten oder suchen.
Eine pfiffige Idee, sitzen doch die meisten Autofahrer allein in ihrem Fahrzeug und hätten Platz für Mitfahrer. Sie auch?
Geplante Brücke der B87n über das malerische Saaletal (Fotomontage: Kreisverwaltung Bad Kösen/Naumburg)
Die Bürgerinitiative "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87n" steht nun - neben dem Austausch mit den Bürgerinitiativen bei Leipzig/Taucha - auch in Kontakt mit einer neuen Bürgerinitiative im Saaletal bei Bad Kösen/Naumburg, wo ebenfalls der Bau einer B87n als verharmlosende Ortsumgehung geplant wird.
Aus dem Vorstand reisten am Donnerstag, 24. Juni, Reinhardt Kremer und Klaus Schuhmacher ins von der Rhön etwa 180 Kilometer entfernte Bad Kösen, um an einer Veranstaltung der dortigen Bürgerinitiative teilzunehmen.
Nähere Informationen über das dortige Projekt, das die Theorie der geplanten Deutschland-Diagonalen erhärtet, finden Interessierte unter diesem Link der Mitteldeutschen Zeitung.
Auf zwei Hochzeiten gleichzeitig musste unser BI-Rhönschaf am Sonntag, 20. Juni, tanzen: Es war sowohl beim Straßenmalfest "Via Pictura", das vom Kultur- und Geschichtsverein Tann ausgerichtet wurde, dabei (siehe Foto), als auch in Meiningen beim Werrafest, wo die Bürgerinitiative mit einem Informationsstand vertreten war.
Die Resonanz auf seine Anwesenheit war bei beiden Veranstaltungen sehr gut, so dass das Rhönschaf sich schon auf seine nächsten öffentlichen Auftritte freut.
Berlin - Angesichts der dringend nötigen Konsolidierung der
öffentlichen Haushalte hat der NABU jetzt eine Liste der
überzogensten Straßenbauprojekte Deutschlands präsentiert und den
Verzicht von zahlreichen Bauten gefordert. Allein die Streichung von 20
aus ökologischer und ökonomischer Sicht überflüssiger Projekte aus dem
Bundesverkehrswegeplan würde 14 Milliarden Euro einsparen. Die
Einsparungen helfen den knappen Kassen und gleichzeitig werden wichtige
Lebens- und Erholungsräume für Mensch und Tier gesichert sowie der immer
noch viel zu hohe Flächenverbrauch reduziert.
NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Die Bundesrepublik verfügt über eines der am besten erschlossenen und dichtesten Straßennetze der Welt. Dennoch listet der aktuelle Bundesverkehrswegeplan neue Vorhaben mit einer Gesamtlänge von 1.900 Kilometer auf, die in der Bevölkerung höchst umstritten sind, ein erhebliches Umweltrisiko in sich tragen und bei der aktuellen Haushaltslage absolut nicht finanzierbar sind. Um es klar zu sagen: Beim Straßenbau lebt Deutschland schon seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse."
Dies werde auch beim Anblick des teilweise maroden Bestandsnetzes
deutlich. Über Jahre zurückgestellte Investitionen für die Unterhaltung der Straßen haben ihre Spuren hinterlassen. Der harte Winter habe sein Übriges getan. Nach Schätzungen des NABU beträgt der über die Jahre allein bei kommunalen Straßen entstandene Investitionsrückstau für Sanierungen inzwischen über 150 Milliarden Euro. Mit neuen Großprojekten müsse deshalb nun endlich Schluss sein.
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Es wäre skandalös, wenn bei der Bildung gespart wird, aber die Republik weiter asphaltiert werden soll. Wir fordern Intelligenz statt Beton. In kaum einem Ressort kann der Bundesfinanzminister so sinnvoll sparen, wie im Verkehrsministerium. Als Sofortmaßnahme sollten 20 Straßenbauprojekte gestrichen werden, von denen die meisten selbst vom Verkehrsministerium mit einem ‚sehr hohen Umweltrisiko‘ eingestuft werden. Hier sind an oberster Stelle die
Autobahn A 14 in Mecklenburg-Vorpommern und die A20/A 22 in
Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu nennen." Die Projekte würden jeweils deutlich über eine Milliarde Euro kosten. Allein schon das künftig zu erwartende niedrige Verkehrsaufkommen rechtfertige eine Streichung.
Aber auch Bundesstraßen wie die als Hochmoselübergang bekannt gewordene B50n (165 Mio.) oder die Rhönquerung durch die B87n (225 Mio.), würden mit zusammen über 390 Millionen Euro nicht nur ein größeres Loch in den ohnehin belasteten Bundesetat reißen, sondern führen auch den enormen Eingriff neuer Straßen in die Landschaft und den Naturhaushalt vor Augen.
Erfreulich sei hingegen die kürzlich verkündete Botschaft des
hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch zum Stopp der weiteren Planung der Autobahn A 4. Der NABU, der von Anfang an gegen die Pläne gekämpft hatte, begrüßte die Entscheidung. Von Hessen müsse nun ein Signal an die Bundespolitik gehen: ein „weiter so" in der deutschen Verkehrspolitik darf es nicht geben.
Dass die Praxis an der A 4 und vielen anderen Straßenbauprojekten meist noch viel schlimmer aussieht, als die Entwürfe im Bundesverkehrswegeplan vermuten lassen, weiß Wulf Hahn, Verkehrsplaner und Verkehrsexperte des NABU-Hessen: „Für die nun vom Land Hessen aufgegebene Planung der A 4
durch das hessische und nordrheinwestfälische Rothaargebirge wären nach jüngsten Schätzungen der Bundestraßenbauverwaltung 1,8 Milliarden Euro Baukosten angefallen, während im Bundesverkehrswegeplan noch von 1,5 Milliarden Euro ausgegangen wurde. Innerhalb weniger Jahre hätte sich so eine Kostensteigerung von 20 Prozent ergeben."
Die Erfahrungen zeigten, dass die tatsächlichen Baukosten dann nochmals öher für den Steuerzahler ausfallen. Ein weiteres Autobahnprojekt, die A 49 von Kassel nach Gießen, die zwischen Neuental bei Borken und der A 5 noch nicht gebaut ist, sollte nach Angaben im Bundesverkehrswegeplan lediglich 335 Millionen Euro kosten, während aktuell von über 520 Millionen Euro ausgegangen wird - eine Steigerung von umgerechnet etwa 55 Prozent.
„Es ist an der Zeit, sich von der auf den Straßenbau fokussierten
Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte endgültig zu verabschieden.
Autobahnprojekte sind sehr teuer, werden wegen Planungsfehlern meist über Jahrzehnte beklagt und zerstören wertvollen Kultur- und
Naturraum, der in Deutschland sehr knapp geworden ist", so Tschimpke.
Ein Hintergrundpapier sowie die Liste der aus NABU-Sicht irrsinnigsten Straßenbauprojekte, ausgewählte Fotos der vom Straßenbau bedrohten Landschaftsräume und eine Karte mit dem Trassenverlauf der Straßen zufinden unter
Unnötige Straßenbauprojekte fressen 14 Milliarden Euro
In einer Pressemitteilung geht die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke auf die Parallelen der B87n gegenüber den eingestellten Planungen zum Ausbau der Strecke Olpe-Hattenbach ein.
Hier ein link zum Internet-Portal fuldainfo.
Auch in Osthessennews und in der Fuldaer Zeitung vom 26.5.2010 ist die Pressemitteilung veröffentlicht worden.
Wenn Sie Mitglied des Vereins "Rettet die Rhön! - Alternativen zur B 87n" werden möchten, können Sie hier einen vorläufigen Mitgliedsantrag herunterladen, ausfüllen und an uns faxen oder per Post schicken.
Unser Vorstand: Gösta Ehrhardt, Andreas Bach, Reinhardt Kremer, Michael Schindler, Stefan Heil und Klaus Schuhmacher (von links nach rechts). Es fehlt Jugendsprecherin Anna-Lena Peh, die sich für dieses Foto von unserem Rhönschaf vertreten ließ ;-).
Vereinsgründung verpasst? Hier gibt es eine Zusammenfassung über den Ablauf des Abends:
„Wir haben die Befürchtung, dass im Vorgehen gegen die geplante B 87 neu der Gerichtsweg beschritten werden muss", sagte Reinhardt Kremer bei der konstituierenden Sitzung des Vereins „Rettet die Rhön! - Alternativen zur B87". Diese fand unter Mitwirkung von 75 anwesenden Gründungsmitgliedern am Freitag, 26. Februar, in der Gaststätte des Campingplatzes „Ulstertal" im Tanner Stadtteil Dippach statt - in 170 Meter Entfernung zu dem geplanten Trassenverlauf, wie Kremer anmerkte.
Der Zusammenschluss der bisherigen Bürgerinitiativen zu einem eingetragenen Verein zielt darauf ab, die Kräfte in Hessen und Thüringen zu bündeln und auch als juristische Person auftreten zu können. Versammlungsleiter Reinhardt Kremer listete die Grundsätze der vereinten Bürgerinitiative (BI) auf:
Es gehe um eine Verhinderung des Baus dieser Bundesstraße zwischen Fulda und Meiningen, die ihrer Art nach für den Durchgangsverkehr - insbesondere dem transeuropäischen Fernlastverkehr - angelegt sei.
Als Alternativen sieht die BI die Erhaltung der Rhön als Biosphärenreservat, als Schutzgebiet für seltene Pflanzen und Tiere und gesunden Lebensraum der Rhöner.
„Zur Lösung des von vielen als belastend empfundenen Pendlerverkehrs fordern wir einen grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr, verstärkte Förderung von Mitfahrgelegenheiten für Berufspendler und verstärkte Anstrengungen, um Arbeitsplätze in die Hohe Rhön zurückzubringen", formulierte Kremer.
Zu den weiteren Forderungen der BI gehört der behutsame, landschaftsangepasste Bau von Ortsumgehungen auf Basis der vorhandenen Landesstraßen.
Vorstandswahlen
Nach Verabschiedung der Vereinssatzung (vielen Dank an die Mitglieder, die eifrig daran feilten!), wurde ein siebenköpfiger Vorstand gewählt, an dessen Spitze der Kleinsassener Reinhardt Kremer steht. Stellvertreter ist Michael Schindler (Oberweid), Kassenwart Andreas Bach (Kaltensundheim), Schriftführer Stefan Heil (Petersberg-Steinau). Als Beisitzer fungieren Jugendsprecherin Anna-Lena Peh (Fulda), Klaus Schuhmacher (Tann) und Gösta Ehrhardt (Interessenvertreter des Campingplatzes in Dippach).
Fridtjof Erbs von BI in Sachsen zu Gast
Als Ehrengast begrüßte Reinhardt Kremer einen Vertreter der Bürgerinitiative „Alternative B87" e.V.. Fridtjof Erbs aus Taucha berichtete, wie seine Bürgerinitiative gegen Pläne des Neubaus einer vierspurigen Verbindung zwischen Leipzig und Torgau - ebenfalls mit der Bezeichnung B87n - kämpfe. „Wir freuen uns, dass wir auch in der Rhön Mitstreiter haben. Zwar geht es um einen anderen Abschnitt, aber doch um das gleiche Projekt", sagte der Sachse. Denn mit dem Bau der B 87n gäbe es (bis auf eine Lücke zwischen Meiningen und Ilmenau, wo die A71 verläuft) - eine durchgängige B87 mit Anschluss an die A66. Die B87n (Leipzig-Torgau) gilt im Rahmen des LeiLa-Konzepts (Leipzig-Lausitz) als wichtige West-Ost-Straßenverbindung zwischen dem mitteldeutschen Ballungsraum und dem südlichen Brandenburg sowie weiter nach Polen.
Informationen zum Planungsstand
Tom Wey vom BUND Kreisverband Schmalkaden-Meiningen gab einen Überblick über den derzeitigen Planungsstand. Er kritisierte die „Salamitaktik", nach welcher die Planer die 70 Kilometer lange Strecke in verschiedene Planungsabschnitte zerhackt hätten. Auf diese Weise entfielen teilweise Raumordnungsverfahren und damit Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange.
Im Planungsabschnitt der Hochrhönquerung seien die beiden Raumordnungsverfahren in Thüringen und Hessen im Frühjahr 2009 abgeschlossen worden. Man warte nun auf die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, in dessen Verlauf die Träger öffentlicher Belange, aber auch Privatpersonen (wie Anlieger und Grundstückseigentümer) Stellung beziehen könnten. Nur wer im Planfeststellungsverfahren eine Stellungnahme abgegeben habe, habe nach dem Planfeststellungsbeschluss, der einen Rechtsakt darstelle, Klagerecht.
Für das Verfassen der Stellungnahmen bot Reinhardt Kremer die Unterstützung des Vereins an, der dafür bereits Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufgenommen habe und mit dem Aktionsbündnis der Naturschutzverbände an der Gründung eines Rechtshilfefonds arbeite.
Nach der Konstituierung des Vereins interessierten sich weitere Zuhörer für eine Mitgliedschaft, so dass am Ende des Abends nach Angaben von Andreas Bach mit im Vorfeld eingegangenen Anmeldungen insgesamt 160 ausgefüllte Mitgliedsanträge vorlagen. Wer ebenfalls den Protest gegen die B87n unterstützen möchte, kann das Anmeldeformular auf dieser Seite herunterladen.
Mitglied kann jede natürliche Person ab einem Alter von 12 Jahren werden sowie auch eine juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts (ausgenommen Parteien).
Dazu Reinhardt Kremer in einem Interview mit dem Freien Wort:
"Wir wollen die Rhöntrasse nicht verschönern, sondern sie verhindern"
Ein fünfminütiger Filmbeitrag über die Vereinsgründung der Bürgerinitiativen gegen die B87n wurde am Freitag, 26. 2., um 19.30 Uhr in der Hessenschau im Dritten Programm gezeigt. Das Foto entstand während der Dreharbeiten. Der Filmbeitrag kann im Video-Archiv der Hessenschau unter www.hr-online.de unter dem entsprechenden Datum aufgerufen und angeschaut werden.
http://fulda-meiningen.de/_mp3/UmweltRhoen.mp3
Im Dezember 2007 und Januar/Februar 2008 lief auf verschiedenen Radiosendern (z.B. HR Info und DLF) ein Radiobericht über die geplante B 87n. In diesem kamen unter anderem Thomas Wey (BUND) und die Bürgerinitiative "Keine Trasse Fulda-Meiningen" zu Wort.
Wir danken dem Autoren und Rundfunkjournalisten Johannes Kaiser, dass er der Bürgerinitiative den sechsminütigen Bericht für die Veröffentlichung auf dieser Homepage zur Verfügung gestellt hat.
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