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Luftkurort ade?

Nicht nur Einheimische wissen die reine Luft der Rhön zu schätzen. Auch viele Großstädter kommen zur Erholung hierher. So werben Hofbieber und Tann ausgiebig mit ihrem Titel „Luftkurort“ um Feriengäste.

Wie aber wird die Luft sich atmen, wenn vielleicht zehnmal mehr Fahrzeuge - darunter viele Feinstaub ausstoßende Lkw - die Gegend durchfahren? Der Deutsche Heilbäder-Verband würde es uns vermutlich schnell sagen. Denn alle fünf Jahre lässt er die Luftqualität von Luftkurorten überprüfen (alle zehn Jahre sogar in Form eines einjährigen Langzeit-Tests). Ansonsten sind Prüfungen aus gegebenem Anlass – wie Verkehrszunahme durch Straßenneubau - jederzeit möglich.
Tann und Hofbieber würden im Falle, dass die Bundesstraße Wirklichkeit wird, sicherlich ihr Prädikat verlieren. Allein deshalb, weil in dem "Regelwerk zur Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbädern" der Emissionsvermeidung Vorrang eingeräumt wird. Hier das Zitat aus der aktuellen Auflage von 2005:
„Nach den allgemein anerkannten Richtlinien des Umwelt- und Naturschutzes ist in allen Heilbädern, Kur- und Erholungsorten der Vermeidung von Schadstoff-Emissionen Priorität einzuräumen. Dies gilt insbesondere für den Kraftfahrzeugverkehr, der den höchsten Anteil und die gefährlichste Fraktion der anthropogenen Luftschadstoffe emittiert. Deshalb sind die Heilbäder, Kur- und Erholungsorte gehalten, den Ort durch geeignete mittel- und langfristige Verkehrswegeplanung und Verkehrslenkung soweit wie möglich vom motorisierten Straßenverkehr zu entlasten.“

 



In den fünf Landkreisen im Dreiländereck ist der Tourismus ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Etwa 23 Millionen Tagesausflügler kommen jährlich in die Rhön, wie aus einer Erhebung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (München) hervorgeht. Der Landkreis Fulda kommt auf zehn Millionen Besucher jährlich wie auch die bayerischen Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld zusammen. Den Wartburgkreis und den Landkreis Schmalkalden-Meiningen wählen drei Millionen Tagesgäste jährlich.


In der gesamten Rhön sorgen allein die Ausflugsbesucher für 530 Millionen Euro Umsatz. 9000 Arbeitsplätze sind direkt mit dem Rhön- Tourismus verknüpft.

 


 

 

 

 

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